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Bassposaune Modell "Throja"

B/F/D-Stimmung
mit 2 traditionellen Ventilen
Miniball Gelenke
inline
traditionelle oder offene Bauweise
Schallbecher: Goldmessing mit Neusilberkranz
große traditionelle Gravur, handgestochen
2 Satz Ventildeckel (standart und massiv)
Klarlack

ca. 6000,- Euro
 

Seit etwas mehr als einem Jahr spiele ich nun eine Throja Bassposaune aus der Werkstatt von Th omas Robert Jahn. Es handelt sich um die Bassposaune in der offenen Bauweise mit dem 250 mm (austauschbaren) Schallstück, einem Außenzug (14,25 und 14,85) aus Goldmessing mit langer Wasserklappe und auswechselbarem Mundrohr. Das Instrument zeichnet sich durch hervorragende Verarbeitung aus. Obwohl ich eher ein Anhänger des puristischen Stils bin, überzeugt mich die meisterhafte Ausführung im romantischen Stil sehr. Dabei sollte man sich nicht durch den wunderbaren verzierten Kranz oder aber die Verzierung auf den Stimmbögen und der langen Wasserklappe täuschen lassen: dieses Instrument ist auf dem neusten Stand der Entwicklung und zeichnet sich durch allerlei Innovationen im Instrumentenbau aus. Das eine Bassposaune, in dieser Qualitätsklasse optimal in der Hand und an den Lippen liegt, ist sicher selbstverständlich. Die bemerkenswerteste technische Besonderheit steckt in dem Ventilsystem. Auf den ersten Blick handelt es sich um ein Inline- System. Beim zweiten Blick ist festzustellen, dass das Quart- Ventil hinter dem Terz Ventil befindet und mit 16mm statt 15,5mm eine größere Bohrung hat. Durch diesen Kunstgriff erzielt Meister Jahn auch bei Ventiltönen eine überragend gute Ansprache. Ich habe weder ein Full-Flow oder Thayer- noch Hagmann-Ventil gespielt das mich so überzeugte, wie diese Kombination.
Auf den Vergleich mit einem amerikanischen Instrument geh ich hier nicht ein, da diese Unterschiede vielfach besprochen wurden. Neben den sachlichen Argumenten überwiegen hier häufig die Weltanschauung oder Glaubensfragen.
Eine deutsche Posaune wie das Modell Throja befindet sich klanglich  in einer anderen Liga was den Facettenreichtum und die Tonvielfalt an Klangfarben anbetrifft. Damit verlangt sie mehr Einsatz und Können von ihrem Posaunisten. Aber wer will heute noch „An/Aus Bassposaunisten“ hören? Damit ist dieses Posaune eigentlich nur an den üblichen Verdächtigen zu messen: Kromat, Lätzsch, Thein, Helmut Voigt. In diesem Olymp hervorragender Bassposaunen findet die Throja einen würdigen Platz und kann dabei sicher ihre Vorteile souverän ausspielen.
Vorteilhaft wirkt es sich beispielsweise aus, das bei diesem Instrument auf die Jagd nach immer größer werden Schallstücke (z. B. Thein) verzichtet wurde. Selbst mit ihrem 250 mm Schallstück wirkt diese stattliche Posaune gegenüber einigen Wettbewerbern fast zierlich. Trotzdem kann man mit ihr problemlos einen Posaunensatz dominieren. Da ist durchaus Disziplin gefragt. Weil aber der Facettenreichtum gegeben ist, kann man mit ihr selbst in angepasster Lautstärke klangliche Akzente setzen.  Der Whow-Effekt im pianissimo ist genauso garantiert wie im absoluten forte. Solistisch lässt sie aus meiner Sicht keine Wünsch offen.  Immer wieder bin ich beeindruckt, was man mit diesem Instrument alles ausdrücken kann.
Selbst in der hohen Lage macht diese Posaune eine erstaunlich gute Figur. Sie spricht leicht an und zeichnet sich durch einen wunderbaren Klang aus. Nicht dass man für Mozarts tuba mirum eine Bassposaune verwenden sollte, nur: mit der Throja könnte man es aber souverän und mit einem außergewöhnlich schönen Posaunenklang tun. Zum ersten Mal habe ich ein Instrument zur Verfügung, dass meinen Vorstellungen über eine perfekte Posaune so nahe kommt. Was ist nicht perfekt? Wahrscheinlich der Posaunist.
Holger Suerken

Ich spiele seit jetzt zwei Jahren eine Jahn “Throja” Bassposaune. Dies ist das erste Instrument, mit dem ich richtig glücklich bin, da diese Posaune einen flexiblen, warmen Klang hat und obendrein auch noch wunderschön aussieht. Mit den Ventilen hatte ich noch nie Ärger, ganz im Gegensatz zu Bach und Edwards. Mein Fazit: Wenn jemand professionell spielt ist dies neben Lätzsch und Thein allererste Wahl, man muss allerdings wissen, dass eine deutsche Posaune einfach mehr Arbeit beim Spielen erfordert, aber dies dann mit einem vollen und satten Klang belohnt wird.
Manuel Morgenthaler, Detmold

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