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Ich spiele seit 20 Jahren Posaune. Vor 6 Jahren bin ich zur Bassposaune gewechselt, die ich jetzt hauptsächlich in Orchestern spiele. Als Instrument habe ich hauptsächlich eine damals neu gekaufte Yamaha YB 612 BT. Außerdem habe ich eine über 15 Jahre alte Conn 111 H. Seit einigen Wochen habe ich Probleme: Und zwar flattert beim Großen G bis F (seltener E) der Ton auf eine merkwürdige Art. Dieses ist ausschließlich auf diese Töne beschränkt, nach oben und auch nach unten tritt dieser Effekt nicht auf. Das Flattern kommt vor allem bei größerer Lautstärke, meistens beim Einspielen, aber auch, wenn ich bereits länger geblasen habe. Vor allem tritt es dann auf, wenn ich aus höheren Lagen runter gehe. Besonders ärgerlich ist hierbei, dass ich eigentlich den Ton im Kern habe, dann aber das Flattern auftritt. Ich bekomme es mit Ändern der Lippenspannung weg, allerdings wird dann der Ton eher mulmig. Eine Änderung des Luftstromes oder Verstärkung der Stütze bringt meistens nichts. Hat jemand eine Idee oder Übung?

Verlass dich nicht auf das, was hier an Vorschlägen kommt. Such dir einen Lehrer und laß den kucken. So kommst du nicht auf viele falsche Wege. Stefan

Hallo Sören, ich bin ehrlich gesagt auch ein bisschen erleichtert, dass es auch andere mit ähnlichen Problemen gibt. Ich hatte viele Jahre genau dieses Problem im selben Tonbereich eine Oktave höher. Also in einem angenehmen Bereich zwischen f und a ungefähr. Dieses Flattern habe ich mir mal mit einem Frequenzmessgerät analysiert und festgestellt, dass gleichzeitig und verstärkt die große Oktave mitschwingt und ein Flattern verursacht. Außerdem war es psychologisch nicht von Vorteil, immer daran zu denken, dass jedes Mal wenn diese Töne auftraten ich Sorge hatte, sie vernünftig zu spielen. Ich habe nicht meinen Ansatz umgestellt oder irgendwelche Veränderungen in der Lippenspannung dazu benutzt den Ton nicht mehr flattern zu lassen. Wenn du sagst, der Kern des Tons ist getroffen, dann solltest du auch daran nichts verändern. Mir hat erstens regelmäßiges Training (klingt ziemlich banal); das richtige Mundstück (hat sehr lange gedauert! Meine ersten waren immer zu groß) und ein über einige Zeit aufgebautes "ist mir egal" Gefühl. Denn ich wollte Stücke spielen und nicht an den drei Tönen rumdoktern. Ich habe viele Bindungen und gebrochene Dreiklänge geübt, in denen diese Töne auch vorkamen. Besonders Bindungen mit Hilfe des Zuges waren sehr hilfreich, da dort von Anfang an der Luftfluss und Klangcharakter des Tons kontrolliert werden konnte. Wenn ich es schaffte die gleiche Klangfarbe über die gesamte Oktave zu erzeugen, trat kein Flattern auf. Viel Erfolg weiterhin! Sven Kappler

Dieses Problem habe ich auch, versuch öfters in Spielpausen die Lippen mit Schnauben und lockerem Schwingen zu entspannen, denn es kann sein, dass die Lippen einfach zu verspannt sind und sich nicht mehr richtig anspannen/ entspannen können. Viele Grüße, Mirjam Kauer

Lieber Herr Jacobsen! Das Flattern kennen viele tiefe Bläser als Problem. Nach meiner Einschätzung kann ein zu großes/zu tiefes Mundstück und ein zu schweres Instrument mit zuviel Widerstand das auslösen. Es kommt dann zu Interferenzen im Instrument. Mein Rat als Instrumentenbauer ist: -ein leichteres Instrument, z. B. mit Hagmann-Ventilen und konischem Zug und dünnwandigem Schallbecher probieren. -Ein nicht so tiefes Mundstück probieren, möglichst mit einer bauchigen Hinterbohrung. Mein erweiterter Rat ist, mit anderen Blechbläsern korrespondieren, die helfen, solche Probleme zu lösen und solche Probleme für sich gelöst haben, z.B. Pia Bucher oder Josef Crump (Telefon über uns). Mit freundlichen Grüßen! Heinrich Thein

Könnte das gängige "Wegbrechen" infolge ungenau zentrierten Ansatzes sein. Versuch, locker an der Zentrierung zu arbeiten. Bewusst das Instrument beim Wechsel aus der hohen Lage hoch kippen - je tiefer man spielt, desto mehr sollte man die Unterlippe mit einbeziehen. Um ohne Gewalt mehr Luft ins Instrument zu bringen, sind rhythmische Trockenübungen schon mal hilfreich: Instrument bis ein, zwei Zentimeter oder so VOR die Lippen bringen, Passagen dann rhythmisch ziehen und jeweils die Noten auf die auch mit Ansatz geforderte Weise anstoßen, aber ohne Lippenspannung und ohne Instrument am Mund. Dabei so viel wie möglich Luft ausatmen. Dann später mit Instrument möglichst genau so viel Luft loswerden. Mit freundlichem Gruß! Radbert Grimmig

Hatte ich auch, und zwar besonders bei kleineren Mundstücken und so um das mittlere b herum (und eher bei nachlassendem Ansatz). Erfolgreiche Abhilfe: -mehr Spannung in die seitliche Muskulatur, -mundstück etwas kippen, - nicht als Grund für Sorge internalisieren ! Wird schon werden, k.l.

Hi, das ist so ne Sache. Da ist nicht so viel Kraft wie man will in den Lippen um den Ton richtig zu halten. Ich empfehle die Übungsmethoden von Prof. Werner Schrieter aus Karlsruhe (Prof. für Posaune): Buzzen, buzzen und noch mal buzzen. Viel hilft dabei in Kombination mit dem Klavier – anstrengend anfangs aber dann kommt der gewünschte Effekt. WOW!!! Mit freundlichen Grüßen, Elias

Hallo! Also ich würde zuerst mal versuchen die Töne mit dem Stimmgerät exakt zu vermessen- am besten durch eine neutrale Person und selbst nicht auf die Stimmnadel sehen. Dann Intervalle von oben und unten anspielen. Es ist wichtig, diese Töne im Gesamtkontext des Instrumentenintonation zu sehen. Vielleicht sind diese über 20% abgewichen, dann Flattern diese und sind nicht im Kern/Zentrum. Mit einer Spektralanalyse könnte man Lösungsmöglichkeiten vorschlagen. Vielleicht ist auch eine Eigenfrequenz auf diesen Tönen, die man durch Statikveränderungen beheben kann- z.B zusätzliche Stütze. Die Yamahabecher sind auch nicht gerade für Tonstabilität bekannt und unterstützen diesen Mangel noch zusätzlich....Viele Grüße! CHRISTOPH ENDRES