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Es gibt nur wenige Belchschmieden in Deutschland, die ihre Instrumente nicht bei “Müller Lack” veredeln lassen. Hier eine kurze Beschreibung, was beim Lackieren eigentlich geschieht (mehr bei www.mueller-lack.com):

Vor der eigentlichen Lackierung müssen die Instrumente entfettet werden, um eine optimale Abbindung des Lackes zu erreichen. Jahrzehntelang wurde die Entfettung unter Verwendung von Chlorkohlenwasserstoffen durchgeführt - im  Volksmund TRI genannt. Aus der Sicht des Verarbeiters eignete sich TRI hervorragend für diesen Zweck, weil es flüchtig ist, leicht abtrocknet und keine Flecken auf der Oberfläche hinterläßt. TRI stellte aber eine hohe Belastung sowohl der Mitarbeiter, als auch der Umwelt dar. Deshalb wurde bei “Müller Lack” schon 1993 auf ein umweltfreundliches Verfahren mit einem wässrigen Reinigungssystem umgestellt.

Die Reinigung der Instrumente erfordert große Erfahrung beim Handling. Die vielen  Hohlräume und schöpfenden Teile stellen große Probleme hinsichtlich der fleckenfreien Abtrocknung dar.

Das Reinigungsmittel haftet am Instrument und muss im Gegensatz zum früher verwendeten, flüchtigen  Tri mühsam von der Oberfläche entfernt werden. Dies geschieht mit Tauchen und Sprühen unter Verwendung von entmineralisiertem Wasser, durch Einsatz von Druckluft und anschließender Trocknung mit Unterdruck bei hoher Temperatur.

Das Ergebnis der Ultraschall-Reinigung ist allerdings faszinierend! Auch die letzten Schmutz-Partikelchen an den entlegensten Stellen werden beseitigt, die Oberfläche  wird sozusagen porentief gereinigt. Diese gründliche Verfahren hat aber auch zur Folge, daß jeder noch so feine Polier-  oder Schleifstrich aus der vorherigen Bearbeitung unbarmherzig sichtbar wird!

Zur Verarbeitung bei der Lackierung gelangt ein hochwertiger, im bestimmten Verhältnis mit Härter, Verzögerer und Haftzusatz gemixter Epoxid-Harz-Lack aus neuester Entwicklung, der hohe Anforderungen an die  Verarbeitung stellt, dafür aber durch brillantes Aussehen, glatte Oberfläche und lange Haltbarkeit "glänzt". Diese von MÜLLER entwickelte Lackmischung ist der Garant für perfekten Verlauf. Der Lack selbst ist elastisch und hat absolut keinen Einfluß auf den Klang.

Nach wie vor wird der Lack im Sprühverfahren von Hand aufgebracht. Die komplizierte Bauweise der Instrumente mit vielen schöpfenden Teilen, schwer zugänglichen Windungen und übereinander liegenden Schlaufen und Zügen lässt eine automatische Lackierung nicht zu, bei der im vorderen Bereich Lacknasen entstehen würden und im verdeckten, hinteren Bereich zu wenig Lackauftrag gegeben wäre. Hier ist die Hand des erfahrenen Lackierers gefordert, der bei jeder Lackierung wieder das Zusammenspiel von Außentemperatur, Luftfeuchtigkeit, Antrocknung  während des Lackiervorgangs, Größe, Alter, Material und Beschaffenheit des Instrumentes beachten muss, um ein perfektes Ergebnis zu erhalten
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