banner_neu

Wer spielt eigentlich noch eine Daumen-Daumen Mechanik?

Die Daumen-Daumen-Mechanik hat mir bisher keine Probleme bereitet. Das ist sicher eine Frage der Gewohnheit und Übung sowie auch der Qualität und Anordnung der Drückerplatten und einer Rolle zwischen diesen. Die Daumen-Mittelfinger-Mechanik ist schneller in der Bedienung, macht aber das Halten des Instrumentes in der linken Hand etwas schwieriger. Das trainiere ich aber beim Üben und in Trockenübungen, um vielleicht ohne Haltehilfe auszukommen. Die Anordnung der Ventile off-set (dependent) war mir von Anfang an selbstverständlich, da neben den ausreichend beschriebenen Vorteilen vor allem das Durcheinanderkommen in der Variante in-line (independent) für mich ein Entscheidungsargument war. Die abhängige Anordnung ist auch nichts Minderwertiges oder abschätzig zu bewerten, viele berühmte Leute, z.B. Erik van Lier, haben sich dafür entschieden. Die Stimmung der Ventile in F/D ist nach meiner Einschätzung gegenüber der in F/Eb klar zu favorisieren. Die Ventile sind eindeutiger in der Nutzungsabgrenzung und wunderbar ist das Kontra-B in der 7. Lage bei Zuschaltung beider Ventile (5D).
Michael Rother

Ich spiele auch eine Daumen-Zeigefinger Mechanik und schätze dabei die Flexibilität dieser Bauweise. Allerdings habe auch ich die Mechanik meiner YBL-611 anpassen lassen damit die Taste nach "unten" zeigt. Ebenfalls spiele ich das 2. Ventil mit dem Mittelfinger und nicht mit dem Zeigefinger. Eine Daumen-Daumen Mechanik konnte ich auch mal testen. Konnte mich damit aber nicht anfreunden. Vor allem bei den "Läufen" ist diese für mich zu umständlich.
Brian Marxer

Ich. Leider. Hätte ja gedacht, man könnte meine YBL 612 mit MkII-Teilen umrüsten, aber der Herr Nake vom Tonger ist bei solchen Ansinnen immer sehr konservativ. Weggeben seh ich mich die Kanne auch nicht, nicht mal bei einer sündteuren Neuanschaffung - immerhin hab ich die mit 14 von meinen Eltern zu Weihnachten bekommen. Andererseits sind bei den üblichen Orchesterstellen ja nur im Ausnahmefall irgendwelche Läufe in der Kontra-Oktave zu spielen, von daher halten sich die Probleme in Grenzen (außer ich muss bei irgendwelchen Verdi-Chören mal wieder den Cimbasso äh, andeuten).
Radbert Grimmig

Ich spiele bei meiner Holton TR 180 noch eine Daumen-Daumen Mechanik. Die TR 180 hatte den sogenannten "wonderbar" oder auch "magic bar". Eine Metallplatte, die mit dem Daumen gedrückt beide Ventile betätigt. Für das zweite Ventil (bei mir offline) muss man den Daumen nach links bewegen. Du rutschst praktisch mit dem Daumen auf der Platte hin und her. Viele Kollegen haben das System verflucht und die TR 180 auf Daumen-Zeigefinger Mechanik umbauen lassen. Ich habe mich jedoch daran gewöhnt.
Thomas Zink

Spiele schon eine ganze Zeit keine Daumenhakentechnik mehr, habe es jedoch früher. Empfinde die andere Kombination als wesentlich besser.
Tobias Henz

Ich habe mir mal an einer Yamaha YBl 612 tierisch den Daumen eingeklemmt. Seitdem ist diese Kombination für mich gestorben. Allerdings spiele ich die Daumen-Zeigefinger-Mechanik mit dem Mittelfinger.
Frank Möwes

Hallo Frank, die Anmerkung des geklemmten Fingers und auch die, dass anstatt des Zeigefingers dann dein Mittelfinger zum Einsatz kommt, find ich spitze. Ich benutze auch den Mittelfinger (Getzen 3062),und hab außerdem stundenlang an den Stängelchen rumgebogen, die die Ventile betätigen, damit das irgendwie besser zu meinen Griffwerkzeugen passt. Ergebnis: Die aufgeklemmte Betätigungsplatte für´s 2.Ventil zeigt jetzt nach unten, nicht mehr nach oben wie im Anlieferungszustand und geklemmter Zeige- oder Mittelfinger ist passé. Für mich jedenfalls.......
Kurt Klingspor

Hier eine typische Daumen-Zeigefinger-Mechanik mit Daumenstütze von Hans Kromat: